Makey:Lab ist eine offene IoT-Plattform für alle, die moderne Technik nicht nur konsumieren, sondern begreifen und gestalten wollen. Entwickelt vom Make Magazin gemeinsam mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld verbindet Makey:Lab Hardware, Software und Projekte zu einem praxisnahen Einstieg in Sensorik, Vernetzung und Programmierung.
Statt trockener Theorie stehen eigene Ideen im Mittelpunkt: messen, auswerten, reagieren, vernetzen. Schritt für Schritt – ohne Vorkenntnisse, aber mit echter technischer Tiefe.
• Empfohlen ab 14 Jahren
• Einsteiger ohne Vorkenntnisse und fortgeschrittene Maker
• Schule, Workshops, Makerspaces und zu Hause
• Nutzung unter Windows, Linux (z. B. Ubuntu) oder Raspberry Pi OS
• Kompakte IoT-Plattform mit integriertem ESP32
• Sensoren für Klima, Luftqualität, Farbe, Licht und Geräusche
• OLED-Display, RGBW-LEDs, Buzzer und Dreh-Drück-Encoder
• Blockbasierte Programmierung mit einsehbarem C++-Code
• Erweiterbar über zusätzliche Anschlüsse und micro:bit-kompatible Hardware
• Lernkonzept mit Projekten aus dem Alltag statt abstrakter Beispiele
• Makey:Lab-Platine
• Makey:Lab-Playbook (Arbeitsbuch, über 200 Seiten)
• USB-Kabel
Die Makey:Lab-Software gibt es als Download hier auf der Seite.
Makey:Lab ist eine robuste Lern- und Experimentierplattform rund um das Internet der Dinge. Sensoren, Anzeige, Bedienelemente und WLAN sind bereits integriert. Das erspart Kabelsalat und ermöglicht einen schnellen Start in eigene Projekte – zu Hause, in der Schule oder im Workshop.
Im Mittelpunkt steht nicht das Nachbauen vorgegebener Schaltungen, sondern das Verstehen von Zusammenhängen:
Makey:Lab ist bewusst nicht als klassisches Lernsystem gedacht. Es gibt keinen festen Lehrplan und keinen Leistungsdruck. Stattdessen lädt die Plattform dazu ein, sich Themen selbstständig und im eigenen Tempo zu erschließen. Ausgangspunkt sind Fragestellungen aus dem Alltag – von Raumklima über Vernetzung bis hin zu Zukunftstechniken – nicht abstrakte Beispiele oder isolierte Schulbuchaufgaben.
Makey:Lab bündelt viele bekannte IoT-Bausteine auf einer einzigen Platine: Klima- und Umweltsensoren, Display, LEDs, Taster, Dreh-Encoder und einen leistungsfähigen ESP32 mit WLAN. Erweiterungsanschlüsse machen das System offen für zusätzliche Sensoren und Aktoren, eine Kontaktleiste erlaubt die Nutzung micro:bit-kompatibler Hardware.
Das Ergebnis ist eine kompakte, tragbare Plattform – ohne lose Kabel, ohne Vorbereitungsaufwand.
Gesteuert wird Makey:Lab über eine eigene, blockbasierte Entwicklungsumgebung. Funktionen wie Sensorabfrage, Anzeige oder WLAN-Kommunikation lassen sich über grafische Bausteine kombinieren.
Unter der Oberfläche entsteht echter C++-Code für den ESP32. Dieser Code ist jederzeit sichtbar und editierbar. So bleibt der Übergang von Blocklogik zu klassischer Programmierung fließend – und nachvollziehbar.
Das beiliegende Makey:Lab-Playbook ist kein reines Handbuch, sondern ein Arbeitsbuch. Auf über 200 Seiten verbindet es Einführung, Erklärung und Projektarbeit.
Nach den Grundlagen folgen Projekte mit Alltagsbezug: Wetter, Raumklima, Luftqualität, Geräusche, Licht oder vernetzte Anwendungen. Technik wird nicht abstrakt erklärt, sondern im eigenen Umfeld erfahrbar gemacht.
Makey:Lab misst nicht nur Werte – es macht sie verständlich. Beispiele:
So wird aus „Internet of Things“ etwas Konkretes – und Eigenes.
Makey:Lab ist aus der praktischen Lehre entstanden. Am Umwelt-Campus Birkenfeld setzt Prof. Dr. Klaus-Uwe Gollmer seit Jahren IoT-Plattformen in Studium, Projekten und Workshops ein. Das Hardwaredesign stammt von Guido Burger (fab-lab.eu).
Die Make-Redaktion bringt ihre Erfahrung ein, komplexe Technik verständlich aufzubereiten.
Gemeinsames Ziel: Technik so vermitteln, dass sie verstanden, hinterfragt und weiterentwickelt werden kann.
Der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier ist ein starker Partner und Ideengeber für Makey:Lab. Die zur internationalen Top 10 im Green Metric Ranking gehörende Hochschule integriert die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Inovation in alle MINT Studiengänge. So bilden Maker-Ideen der IoT-Werkstatt den Kristalisationspunkt für viele erfolgreiche Industrie- und Forschungsprojekte rund um das Thema Informatik und KI.
Nicht zuletzt dadurch ist der Campus ein Hotspot für Macher und Zukunftsgestalter geworden und inzwischen zur drittmittelstärksten Hochschule in Rheinland-Pfalz aufgestiegen. Seit der Initialzündung beim IT-Gipfel 2016 der Bundesregierung tüfteln Campus Professor Klaus-Uwe Gollmer und der Maker Guido Burger mit der IoT-Werkstatt an einem weltweit einzigartigen Konzept, mit dem sich Innovationen rund um das Internet der Dinge und des Denkens schon aus der Schule heraus fast spielerisch einfach realisieren lassen. Über 100 erfolgreich begleitete Hackathon-Ideen sprechen für sich und lassen mit Makey:Lab einen bundesweiten Innovations-Tsunami erhoffen.
Das deutsche Make-Magazin versteht sich seit 10 Jahren als zentrale Plattform und Inspirationsquelle in der Maker-Szene. Es kombiniert fundierte Berichterstattung mit praxisnahen Tutorials, Projektanleitungen und Erfolgsgeschichten, die Macher, Bastler und Technikbegeisterte gleichermaßen ansprechen. Seine Inhalte spielen eine Schlüsselrolle im Konzept von Make Education, indem sie Lernen lebendig und greifbar machen. Das Magazin vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern zeigt anhand konkreter DIY-Projekte, wie technologische Ideen und Innovationen im Alltag umgesetzt werden können. So wird es zum Bindeglied zwischen klassischem Unterricht und der praktischen Anwendung von MINT-Kompetenzen. Es inspiriert dazu, technische Herausforderungen eigenständig anzugehen, fördert interdisziplinäres Denken und bereitet die nächste Generation von Machern und Innovatoren optimal auf die Zukunft vor.
Hier gibt es Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Makey:Lab. Fehlt was? Hier geht es zum Forum.
Generelle Fragen:
MINT-Kits, -Boards, -Plattformen und -Software gibt es viele, warum sollte man Makey:Lab nutzen? Makey:Lab beruht auf einer erprobten, in Deutschland entwickelten Platine, die sich vielen Hackathons und zahlreichen Einsteigerseminaren am Umwelt-Campus der Hochschule Trier bewährt hat. Makey:Lab bringt bereits fest verbaute Sensoren mit und funktioniert sofort. Dank WLAN kann es mit anderen Geräten im Smart Home kommunizieren und beispielsweise beim Energiesparen helfen, in dem es den Verbrauch von Geräten analysiert und automatisch Geräte schaltet.
Die Programmiersoftware ist grafisch, die Blöcke enthalten alle nötigen Funktionen, um mit Sensoren zu kommunizieren. Statt sich mit Datenaustausch-Protokollen wie I2C und SPI beschäftigen zu müssen, genügt es, einfach per Block einen Temperatur- und Luftdruckwert anzufordern. Damit kann man sich auf die eigentliche Umsetzung der Idee oder der Lösung eines Problems konzentrieren, ohne sich mit den technischen Untiefen von integrierten Schaltkreisen aufhalten zu müssen.
Bei Makey:Lab dreht sich vieles um Umwelt und Nachhaltigkeit. Der Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB) wurde 2024 erneut zu Deutschlands nachhaltigstem Hochschulstandort Deutschlands gewählt. Auch international erreicht der UCB einen Spitzenplatz und unterstreicht einmal mehr seine Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.
Diese Kompetenz fließt auch in das Playbook, die Experimente und die Projekte ein. Statt aber nur den Aufbau zu zeigen und die Funktion zu erklären, bettet das Playbook alles in Geschichten ein. Ursache, Wirkung, Interpretation: So lernt man Zusammenhänge zu verstehen und die richtigen Fragen zu stellen.
Auf der Makey:Lab-Platine befinden sich mehrere Sensoren und Aktoren - damit kann man direkt die ersten Experimente starten.
OLED-Display: SH1107 128x64
APDS-9999: Optischer Kombisensor
BME680: Umweltsensor
ICS-43434: Digital I²S MEMS Microphone
PAM8302A: Class-D-Verstärker
CMT-7525-80: Piezo-Buzzer
SK6812RGBW: RGBW-LED, 2x (NeoPixel-kompatibel)
GROVE-Anschlüsse: 6x
Qwiic-Anschlüsse: 2x
micro:bit Edge Connector
Für den Anschluss weiterer Hardware bietet Makey:Lab mehrere Optionen. Einige Anschlüsse sind als Stecker ausgelegt, andere als Pins zum selbst löten.
GROVE-Anschlüsse: 6x, von links: Analog-Out, Analog-In, UART, Digital I/O, I2C, I2C
Qwiic-Anschlüsse: 2x, für I2C
micro:bit Edge Connector (unten)
Feather-Pins (Rückseite um Display)
Batterie-Pins
Lautsprecher-Pins (linker Arm)
SPI-Pins (rechter Arm)
LED-Pins (zwischen RGBW-LEDs)
I2C-Pins (oben am Kopf)
Makey:Lab kann auch mobil betrieben werden. Am einfachsten funktioniert das über eine Powerbank und dem beiliegenden USB-Kabel. Für ein Batterie- oder Akku-Pack kann allerdings auch der Batterieanschluss auf der Rückseite genutzt werden. Dafür ist allerdings ein Lötkolben notwendig. Die beiden entsprechenden Lötpads sind mit Bat + - gekennzeichnet (wichtig: auf die richtige Polarität achten). Es sollte zwischen 4,5 und 5V angelegt werden (Achtung: mehr kann zur Beschädigung führen).
Hilfe bei Problemen:
Wenn der Browser (Chrome, Edge, etc.) den Download der IoT-Werkstatt blockt, helfen ein paar Schritte:
Sollte sich die Software unter Windows nicht sofort installieren lassen, kann es helfen, das Setup als Administrator auszuführen. Dafür mit der rechten Maustaste anklicken und den entsprechenden Eintrag wählen.
Wichtig: Für eine korrekt Verbindung zwischen Makey:Lab und PC ist ein USB-Datenkabel notwendig. Das beiliegende Kabel ist getestet und funktioniert.
Die Verbindung muss in der IoT-Werkstatt ausgewählt werden. Im Fenster der Arduino IDE geht man dazu auf den Reiter "Werkzeug" und wählt dann unter "Port" das Makey:Lab-Board aus.
Sollte sich das ESP32-Board von der Makey:Lab-Platine gelöst haben, kann es einfach wieder aufgesteckt werden. Dabei ist auf die korrekte Ausrichtung zu achten: der USB-Anschluss sitzt links. Ebenfalls müssen alle Beine sauber eingesteckt sein. Für das Aufstecken sollte Makey:Lab zunächst stromlos gemacht werden.
Das OLED-Display ist über ein Flachbandkabel mit der Platine verbunden. Die Glaskanten sollten nicht gedrückt werden, da sie sonst brechen können - das beschädigt auch die innenliegenden Leiterbahnen.
Auf der Makey:Lab-Platine befindet sich ein Buzzer. Es besteht auch die Möglichkeit einen externen Lautsprecher anzuschließen. Unten am Arm auf der linken Seite befinden sich dafür die entsprechenden Anschlüsse.
Makey:Lab verwendet einen integrierten Class-D-Verstärker (PAM8302A). Geeignet sind Lautsprecher mit:
- 4 Ω Impedanz (empfohlen)
- mindestens 3 W Belastbarkeit
Alternativ können auch 8 Ω Lautsprecher verwendet werden. Diese sind etwas leiser, funktionieren aber ebenfalls problemlos.
Das Makey:Lab Community Forum bietet Platz für eigene Ideen, Fragen und Anregungen.
Die aktuelle Version der IoT-Werkstatt für das jeweilige Betriebssystem gibt es auf Github:
Anhand des Dateinamens lässt sich die richtige Version finden:
- IoTW_Win_x64... (für Windows)
- IoTW_Linux_x64... (für Linux)
- IoTW_Linux_ARM64 (für Raspberry Pi)